Erfahrungen und Pläne eines „Visionärs“

Mittwoch, 11.03.2015

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„BTK“ steht für „Bürgerliste Team Kneissl“: In Fohnsdorf stellt sich Franz Kneissl mit seinem Team der Gemeinderatswahl. Das Motto: „Menschlich, sachlich und überparteilich.“

Foto © RJ



Soviel Zeit musste sein: Obwohl der Tag der Gemeinderatswahl immer näher rückt, lud der Fohnsdorfer Franz Kneissl vor der Präsentation seines Teams zur Segnung seines Bürgertreffs. Dabei handelt es sich um das ehemalige Dietersdorfer Trafikhäusl, das umgebaut worden ist. Pfarrer Mag. Gottfried Lammer knüpfte an den Segen die Hoffnung, dass dieser auch für ein gutes Miteinander in Vorwahlzeiten wirken möge. Sein Wahlprogramm präsentierte Keinssl dann im Hof seines Anwesens vulgo Stoahauser. Dort hatte er ein kleines „Festl“ vorbereitet. Und als Gastgeber nahm er sich Zeit für alle Besucher: Dazu zählten unter anderen ÖVP-Vizebürgermeister Volkart Kienzl und ÖVP-Ortsparteiobmann Dominik Wildbolz, SPÖ-Ortsvorsitzender Franz Lipus und SPÖ-Gemeinderätin Petra Stermole, FPÖ-Gemeinderat Luca Kerbl, die Grün-Gemeinderäte Eva und Wolfgang Szombath sowie Sympathisanten, Nachbarn und Freunde. „Selbstverständlich sind wir Kneissls Einladung gefolgt. Wir akzeptieren alle und reichen allen die Hand, die zur Zusammenarbeit bereit sind“, betonten Kienzl und Wildbolz.

Vom Bürgertreff in den Gemeinderat

Sein - aus familiären Gründen nicht vollständig anwesendes - Team gruppierte Kneissl um einen Mercedes, den seinerzeit der mittlerweile verstorbene Nationalrat Siegfried Kokail gelenkt hat. „Ich fahre dieses Auto noch heute mit Stolz“, so Kienzl. Er zeigt auf die Stoßstange, wo in silberner Schrift das Wort „PARLAMENT“ zu lesen ist. Leicht nostalgisch angehaucht war auch der Rückblick auf Kneissls bisherige Aktivitäten: Sein politischer Werdegang, angefangen von der Jungen ÖVP, wo er einst Mitglied war, bis „zum Sammeln von Erfahrungen“ in mittlerweile fünf Parteien. „Ich habe nie eine Niederlage erlitten, wohl aber Enttäuschungen“, erkärte er. Die Zeit habe er aber auch genützt, um Erfahrungen zu sammeln und Netzwerke zu knüpfen. Kneissl ist Listenführer seiner Partei, der „Bürgerliste Team Kneissl“, kurz „BTK“. An zweiter Stelle rangiert die Biologin Bianca Troger, die sich „zumindest zwei Mandate für die BTK“ erwartet. Weiters auf der Liste zu finden sind der pensionierte Lehrer Heimo Tschachler sowie Ingrid Ginter, Mario Lozej, Thomas Kneissl, Gerhard Sperdin und Cornelia Dullinger.
Für Fohnsdorf hat Kneissl allerhand vor, sollte er den Einzug in das Gemeindeparlament schaffen. Als Beispiel führt er einen Hotelbau in Thermennähe an. Zur besseren Auslastung der Therme will der „Politvisionär“, wie er sich nennt, dort diverse Veranstaltungen anbieten. Das Thema „Thermenfinanzierung“ sprach Kneissl ebenfalls an: Er traue sich zu, einen Investor aufzutreiben. Weiters würde er für mehr Parkplätze im Ortszentrum sorgen, eine jagdfreie Zone beim und rund um den Schlackenhaufen schaffen und sich um einen Hundeauslaufplatz in Dietersdorf bemühen. Das Areal des Freibades möchte er für einen Kinderspielplatz sowie für einen Senioren- und Jugendtreff und für die Veranstaltung von Festen nützen. Ebenfalls im Programm hat er die Installation von W-LAN-Hotspots an verschieden Standorten Fohnsdorfs. Kneissl verspricht, dass er auf Anfragen und Vorschläge von Wirtschaftstreibenden sofort reagieren würde, Anreize zur Fassadensanierung im Ortskern schaffen möchte und – ein ganz großes Anliegen – die Straßen in der Gemeinde sanieren will.
In Fohnsdorf sind 25 Mandate zu vergeben. Derzeit verteilen sie sich so: 15 SPÖ, sechs ÖVP, zwei Grüne und je ein Mandat FPÖ und KPÖ. Für ein Mandat braucht man etwa 170 Stimmen.


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